Dana Hocke, 12. Januar 2022

Ohne lästige Vorsätze ins neue Jahr

Wie Du mit einem guten Bauchgefühl startest
Seit wie vielen Jahren nimmst Du Dir fürs neue Jahr etwas vor und bist dann enttäuscht oder verzweifelt, weil es Dir nicht gelungen ist? Wie sehr lässt Du Dich von Außen durch andere Menschen oder Medien beeinflussen und glaubst, dass gute Vorsätze besonders wichtig sind zum Jahreswechsel? Wie oft hast Du versucht etwas durchzuziehen und hast spätestens dann als Dir was dazwischen kam oder es schwierig wurde aufgehört und bist kläglich gescheitert?

Ich lade Dich heute dazu ein, die guten Vorsätze zu verabschieden und stattdessen mehr mit einem guten Bauchgefühl ins neue Jahr zu starten. Wenn die Vorsätze wirklich zu Dir gehören würden, wären es keine Vorsätze mehr, die Du Jahr für Jahr an die Wand klatscht sobald es bei der Umsetzung hakt.

Ich habe mich gefragt, was es mit den Vorsätzen auf sich hat und warum ich zum Jahreswechsel ganz sicher keine Vorsätze habe. Laut Lexikon sind Vorsätze: etwas, was sich jemand bewusst, entschlossen vorgenommen hat; eine feste Absicht oder ein fester Entschluss. Nur aus welcher Motivation heraus treffen wir diesen Entschluss? Was motiviert Dich etwas Dir etwas vorzunehmen?

Fakt ist, ich kann nicht auf Knopfdruck irgendwelche Vorsätze kreieren. Bei mir kommen diese immer mal wieder im Laufe des Jahres. Oft gab es irgendeinen Auslöser, der mich dann dazu brachte, eine neue bewusste Entscheidung zu treffen. Darauf arbeite ich dann hin, insofern die Motivation stimmt und das Ziel wirklich das Ziel ist. Doch dazu später mehr.

Für mich sind die meisten Vorsätze kopfgesteuert, fremdbestimmt und möglicherweise gar nicht das, was DU wirklich willst, sondern was Du denkst, das Du willst. Genau darin steckt auch das Problem.

Wir denken:
  • Wenn ich abnehme, dann…
  • Wenn ich aufhöre zu rauchen, dann…
  • Wenn ich endlich mehr Disziplin habe, dann…
  • Wenn ich anfange zu joggen, dann…
  • Wenn ich mich mehr anstrenge, dann…

Wenn ich eines als Unternehmerin gelernt habe, dann, dass jede Mühe, jede Anstrengung, jede Entscheidung, jeder Wunsch, jedes Durchhaltevermögen mir nichts bringt, wenn ich nicht wirklich weiß, warum ich etwas tue oder will. Zudem habe ich gelernt, wenn ich es (unbewusst) für andere tue, dann werde ich schneller scheitern als mir lieb ist.

Scheitern ist per se nichts schlechtes. Es bringt uns im Idealfall sogar näher zu uns selbst. Es kann nur sein, dass wir dann 20 Jahre damit beschäftigt sind irgendwelche Vorsätze zu machen, die Jahr für Jahr nicht realisierbar werden. Das führt zu einem immensen Frust und macht sogar krank.

In diesem Beitrag möchte ich dem Ganzen etwas auf den Grund gehen und Dir etwas mit an die Hand geben, das weicher und umsetzbarer wird. Ich gebe Dir etwas mit, dass mehr zu Dir als feinfühlige Frau passt und Dir sogar Freude und Leichtigkeit bringt, bevor Du überhaupt begonnen hat.

Deshalb erfährst Du heute wie Du Dich auf das neue Jahr ausrichten kannst ohne lästige Vorsätze, die am Ende nicht zu Dir passen. Ich zeige Dir, welche Rolle Dein Herz spielt und was Du brauchst, um Deine Ideen wirklich in die Umsetzung zu bringen.

Viel Spaß!

Bleib neugierig. Werde kreativ.
Deine Dana


Inhalt

Was Vorsätze in Wahrheit verbergen
Warum die innere Ausrichtung Dir weiterhilft
So setzt Du eine Intention, die für Dich ist statt für andereWie Du Deine Ideen visualisierst Tipps, für mehr Freude an neuen Vorhaben
Fazit

1.Warum Vorsätze oftmals scheitern

Erstmal eines Vorweg. Falls Du in diesem Jahr Vorsätze hattest, finde ich das großartig. Sich etwas vorzunehmen und dem Leben eine neue Richtung geben zu wollen ist ein wundervolles Ziel. Warum scheitern wir so oft an unseren Vorhaben.

Ich möchte Dir zeigen, was warum Du bestimmte Vorsätze einfach nicht umsetzt, was sich in Wahrheit dahinter verbirgt und wie Du es doch schaffst, ins TUN zu kommen ohne Dich zu verbiegen und zu verkrampfen.

Ich hatte Anfangs geschrieben, dass Vorsätze oft kopfgesteuert sind. Wir denken und glauben, wenn wir dies oder jenes tun, dann….

In Wahrheit stecken hinter dem Wunsch glücklicher, schlanker, reicher, sportlicher, freier, unabhängiger, gesünder zu sein bestimmte Bedürfnisse, innere Bilder oder Überzeugungen, die uns weiß machen wollen, wie es idealerweise besser wäre. Ich lade Dich also dazu ein, hinter den Vorgang schauen.

Warum willst Du wirklich mehr Erfolg, Glück, Gesundheit, Schönheit oder Geld? Was treibt Dich an? Was möchte hier in Wahrheit gestillt werden?

In der Online Business Welt heißt es immer: Kenne Dein WARUM. Mit Vorsätzen ist es ähnlich. Wenn Du nicht vor Augen hast, warum Du etwas verändern willst und warum es sich lohnt dafür loszugehen, wirst Du irgendwann nicht mehr weiter gehen. Es wird immer Momente geben, da werden wir so hart auf unsere Probe gestellt, dass wir aufhören und lieber zum Gewohnten zurückkehren. Deshalb finde ich Vorsätze anstrengend und nicht stimmig.

Die guten Vorsätze, wie ich sie kenne und bei den meisten Menschen wahrnehme, haben oftmals nichts mit uns zu tun. Es sind Vorstellungen, die uns glaubhaft machen dass...

Was wünscht sich Dein Herz wirklich? Wonach sehnt sich etwas in Dir? Was ist so motivierend und antreibend, dass Du bereit bist dafür alles zu geben?

Ich sprach gerade noch von Bedürfnissen. Die Entdeckung meiner wahren Bedürfnisse war für mich der Schlüssel.

Möchtest Du statt abzunehmen oder mehr Sport zu machen in Wahrheit endlich dazugehören, Dich angenommen und geliebt fühlen, endlich ein Teil von etwas sein, Dich frei fühlen und unabhängig sein, Dich verbunden und sicher fühlen?

Wenn Du weißt, warum Du etwas tust und es aus einer inneren Überzeugung heraus tust oder entscheidest, gibt es oft gar kein Rütteln. Es ist dann wie ein gesetzter Anker in Dir. Deshalb überlege Dir gut bzw. fühle ich Dich hinein, was Dich in Wahrheit antreibt. Finde heraus, was das eigentliche Bedürfnis hinter Deinem Vorsatz ist und schaue, was Du brauchst, um Dir dieses Bedürfnis zu erfüllen. Finde auch heraus, was Dein WARUM ist.

Ich wollte beispielsweise endlich gesund sein, weil ich dachte, nur so bin ich liebenswert. Ich habe gekämpft und gekämpft und bin ständig an meinen eigenen Ansprüchen gescheitert. Am Ende war ich enttäuscht und wütend, weil ich statt gesund immer kränker wurde. Ich zog mich zurück und verschloss mich immer mehr. In Wahrheit wollte ich einfach angenommen werden und auch dazugehören. Es ging gar nicht darum "gesund" zu werden. Wenn ich das gewollt hätte, hätte ich die Ernährungsumstellung oder die Entgiftungskur durchgezogen. Jetzt könntest Du sagen: "Naja, mit etwas Disziplin…"

Da haben wir die nächste Baustelle. Dann hatte ich wohl keine. Die Negativspirale ging also ständig abwärts. In Wahrheit lag es aber eben nicht an alle dem. Sondern, dass ich dachte: Ich bin nur liebenswert, wenn ich…

Als ich anfing mich mit meinen Beschwerden und Einschränkungen liebenswert zu finden, hörten auch einige diese Begleiterscheinungen auf bis irgendwann sogar der Gedanke kam: "Ich bin gesund. Ich darf auch mal schlechte Tage habe. Ich kann meine Schwäche zeigen."

Du kannst Dir sicher vorstellen, was mit meinen Beschwerden passierte. Sie wahren plötzlich nicht mehr im Fokus. Sie wurden vielmehr zu einem Anzeiger für mich. Denn mein Körper wies mich immer darauf hin, was ich brauchte.

EINE PAUSE. RUHE. ZUWENDUNG.

Es entstand eine neue Dynamik und das ganz ohne Sport, Ernährungsumstellung und Co. Vielmehr begann es mir Spaß zu machen, gut für mich zu sorgen und den schmerzenden Körper zu bewegen, darauf zu achten, was ich esse. Ohne Kampf und Muss und Vorsätze.

Als es dann darum ging mein WARUM zu finden, stieß ich erstmal an einige innere Überzeugungen, die mir nicht bewusst waren. Ich wollte keinen gesunden Körper, weil ich mich besser fühlen wollte. Ich wollte einen gesunden Körper, weil ich dachte, erst dann bin ich ein gutes Vorbild für meine Tochter oder eine attraktive, fitte und gut aussehende Partnerin. Zunächst kam mit das so vor als wäre das eine hilfreiche Motivation. Doch um das zu erreichen, sah ich nur einen riesen Berg an Arbeit vor mir und spürte schon bei dem Gedanken daran, dass es unerreichbar werden würde.

Ich konnte mir nicht mal vorstellen, wie ein gesunder Körper sich anfühlt. Es war also auch keine Motivation zu glauben, wenn ich den Berg geschafft habe und oben stehe, dann schaue ich auf mein neues Leben.

Es brauchte etwas, dass größer war als das.

Wie sollte ich mir ein Leben ohne "Krank-Sein-Gefühl" vorstellen, wenn ich noch nie ohne gelebt habe. Es gehörte so zu mir dazu, dass es völlig normal war. Den schweren Berg hoch zu steigen (Gesund werden) und nicht zu wissen, ob ich mich dann wirklich besser fühle, war für mich eher ein Hindernis. Bisher hatte ich noch nicht die Erfahrung gemacht, dass mir etwas helfen kann. Seit meiner Geburt litt ich an verschiedenen Krankheiten körperlicher wie auch psychischer Natur. Ich fürchte mich also vor einem weiteren Misserfolg, wenn ich jetzt den harten Weg auf mich nehme.

Es brauchte etwas, das mich motivierte, mir Hoffnung gab und mich unterstützte. Mir kam ein Mensch in den Sinn zu dem ich sehr hinauf schaute und der mir in meiner inneren Welt gut tat.

Also stellte ich mir diese Person auf den Berg. Es war ein Anreiz. Damit war es nicht wesentlich, was ich oben angekommen im Tal sehen werde. Ich wollte erstmal nur zu diesem Menschen hinauf. Jetzt begann es mir Freude zu machen. In kleinen Schritten kam ich meinem Vorhaben immer näher. Wenn es mir mal nicht so gut ging, fragte ich mich: Was würde T. (Person auf dem Berg) jetzt sagen. Das war eine wundervolle neue Erfahrung. Irgendwann verstand ich, dass es nicht mehr darum ging, dort oben den Moment meiner absoluten Heilung zu sehen. Das erleichterte einiges. Ich verstand, dass ich schon längst gesund war und meinen Körper jetzt auf diesem Weg liebevoll begleiten darf. Ich fühlte mich immer wohler auch wenn ich noch Tage habe, an denen es mir nicht gut geht.

Statt mein "Kranksein" zu bekämpfen, wurde mir bewusst, dass sich mein Körper und meine Seele nach Zuwendung und Liebe sehnt. Es brauchte meine Liebe, meine Fürsorge und meine Achtsamkeit. Kein Gesundheitsprogramm der Welt hätte hier helfen können. Ich hätte alles anstoßen und umsetzen können. Wenn die innere Haltung nicht passt, werden wir immer wieder an den gleichen Herausforderungen scheitern.

Wenn Du also abnehmen möchtest, erfolgreicher sein möchtest, dich gesünder ernähren magst, eine bessere Mutter sein oder eine erfüllte Beziehung pflegen willst, dann Frage Dich: WARUM will ich das wirklich? Was ist mein eigentliches Bedürfnis dahinter. Wenn Dir das klar wird, entstehen oft kleine und große Wunder. Denn Du kannst dafür sorgen, dass sich Deine Bedürfnisse erfüllen. Wenn Du genau wissen willst wie das geht, melde Dich gerne bei mir. Gemeinsam finden wir heraus, was hinter Deinem Vorhang blinzelt.


2. Warum die innere Ausrichtung Dir weiterhilft

Im ersten Schritt hast Du erfahren, was in Wahrheit hinter Deinen Vorsätzen steckt und wie Du statt kopfgesteuerte Vorhaben aus dem Herzen heraus eine innere Haltung entwickelst, die vielmehr zu Deiner Essenz passt. Damit wird es leichter etwas zu verändern. Denn Du tust es aus einer tiefen inneren Überzeugung, die Dich führt.

Im zweiten Schritt möchte ich Dir zeigen, warum Dir die innere Ausrichtung weiterhilft und was das überhaupt ist. Klingt etwas spirituell, magst Du denken.

Wenn ich von innerer Ausrichtung spreche, geht es mir insbesondere um Dein Gefühl. Stelle Dir vor, Du möchtest im neuen Jahr endlich mehr Kunden gewinnen, mehr Geld verdienen oder Dich endlich vitaler fühlen. Du nimmst Dir vor, bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen, um diesen Zielen näher zu kommen. Schnell merkst Du, dass Du entweder keinen Plan hast, wie Du in die Umsetzung kommst oder die Umsetzung außerhalb Deiner Komfortzone ist. Du kommst an Deine Grenzen und bist schneller unzufrieden als Du Vorsätze sagen kannst. Ziemlich unbefriedigend, wie ich finde.

Was Du tun kannst, ist Dich mit dem Gefühl zu verbinden, was Du haben möchtest. Am Ende des Artikels bekommst Du noch eine kreative Methode mit an die Hand, die Dich auch visuell unterstützt.

Du möchtest mehr Kunden oder mehr Geld. Wie fühlst Du Dich dann? Was für ein Gefühl stellt sich ein? Welches Bedürfnis erfüllst Du Dir damit?

Vielleicht fühlst Du Dich dann entspannt, sicherer, angenommen, gewertschätzt oder geliebt, gesehen, gehört, verstanden.

Du kannst Dich schon jetzt jeden Tag mit diesem Zustand verbinden und Dich damit darauf ausrichten. Du möchtest gesund sein? Dann verbinde Dich mit dem Gefühl dahinter, welches Du Dir vorstellst oder vorstellen kannst.

Damit richtest Du Dich schon jetzt auf das aus, wo Du hin möchtest. Deine innere Haltung verändert sich komplett und Du wirst automatisch andere Ergebnisse erzielen. Du bist in einer anderen Energie und siehst die Welt mit anderen Augen.

Hier eine kleine Übung für Dich:
Nimm Dir 2 Minuten Zeit dafür.



Setzte Dich einen Moment hin und schließe die Augen. Atme einige Male tief ein und aus und entspanne Deinen Körper. Komme kurz hier an und zur Ruhe. Dann stelle Dir ein Ereignis in Deinem Leben vor, dass Dich unglaublich glücklich und freudvoll gestimmt hat. Hole Dir die Bilder vor Dein inneres Auge. Nimm wahr, wie Dein Körper reagiert. Beobachte, was mit Deiner Stimmung passiert. Beginnt Dein Gesicht zu lächeln. Geht Dein Herz auf? Wie fühlst Du Dich, wenn Du an diesen Glücksmoment denkst?


Dein Gehirn unterscheidet nicht zwischen Vorstellung und Wahrheit. Weshalb Du Dich täglich durch Deine bloße Vorstellungskraft mit dem verbinden kannst, was Du Dir wünscht.


Das ist innere Ausrichtung. Dir vorstellen, was Du erreichen möchtest und wie es sich schon jetzt anfühlt.


Als ich 2019 so krank war, wollte ich unbedingt ein starkes Selbst und einen gesunden Körper. Heute weiß ich, es ging immer um die Liebe zu mir selbst. Ich gestaltete mir Bilder von meiner inneren Vision, wie ich mich fühlen möchte und hängte sie auf. Es half mir bei der inneren Ausrichtung, wenn es mir mal wieder schlecht ging. Sobald ich mich mit der Energie des Bildes verband, begann mein Gesicht ein bisschen zu lächeln. Ich schöpfte Hoffnung und wusste, ich bin auf dem richtigen Weg. In dieser Energie begegneten mir ganz neue Lösungsmöglichkeiten, die ich zuvor in meinem Leid nicht hätte gesehen.


Ich lade Dich also dazu ein, statt kopfgesteuerte Vorsätze Jahr für Jahr zu setzten, Dich lieber mit Deinem Herzen zu verbinden und eine Routine zu entwickeln, die Dir hilft das zu spüren, was Du eigentlich spüren möchtest.


Kommen wir nun zu Deiner Intention.


Erstmal etwas Grundlegendes zum Thema Selbstwert. Hast Du Dich schon mal gefragt, was Du Dir selbst wert bist? Oder, wann Du ein hohes Selbstwertgefühl hast? Wann erkennst Du bei anderen Menschen, dass ihr Selbstwertgefühl in Ordnung ist? Woran machst Du das fest?

Selbstwert:
Da beginnt schon die erste Unterscheidung. Du HAST einen Selbstwert. Das ist ein Wert Deiner Selbst. Der ist immer gleich und im Prinzip unveränderbar - egal, was Du tust oder nicht tust.

Selbstwertgefühl:

Ein Selbstwertgefühl hingegen ist, wie Du selbst Deinen Wert wahrnimmst. Das wiederum, wird durch innerliche Einstellungen und äußere Prägungen im Laufe Deines Lebens in Dich hineingepflanzt und von Dir selbst entsprechend wahrgenommen. Es nährt sich dadurch, wie Du über Dich denkst und was andere zu Dir sagen.

Übung:
Nimm Dir einen Zettel und einen Stift und schreibe Dir einmal alles auf, was Dir zu den nachfolgenden Fragen einfällt. Erinnere Dich, wann Du das letzte Mal das Gefühl hattest, Du fühlst Dich so richtig gut und alles ist tutti. Mache also eine kleine persönliche Bestandsaufnahme. Denn Bewusstsein ist ein wesentlicher Schritt in ein erfülltes Leben.

  • Wann hast Du das Gefühl, Du bist besonders wertvoll?
  • Wann fühlst Du Dich geliebt, geschätzt, wichtig?
  • Wann ist Dein Selbstwertgefühl besonders hoch?
Bevor Du Dir meine Beispiele ansiehst, mache erst Deine eigene Bestandsaufnahme. Und nicht schummeln.


Was steht jetzt auf Deinem Zettel?

  1. Das letzte Mal fühlte ich mich richtig gut als meine Chefin mir sagte, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe.
  2. Ich fühle mich gut, wenn mein Mann meine Leistung als Mama schätzt und mir das sagt oder auch zeigt.
  3. Mir geht es besonders gut, wenn ich etwas geschafft habe und zeigen kann, dass ich fleissig war.
  4. Die guten Gefühle sind immer dann da, wenn meine Nachbarin anerkennt, dass ich das Treppenhaus gereinigt habe.

In den meisten Fällen fühlen wir uns geliebt, geschätzt, gesehen oder anerkannt, wenn wir:
  • Erfolge nachweisen und dafür anerkannt werden
  • Belohnt werden für gute Leistung
  • Beweise haben, dass wir in einer Sache besonders gut sind

Was sich hier abzeichnet ist, dass sich unser Selbstwertgefühl dadurch nährt, was andere zu uns sagen: "Du bist ein wundervoller Mensch. Das hast Du gut gemacht". Oder, dass wir erst etwas leisten müssen, um gut genug zu sein oder uns gut genug zu fühlen.

Wir machen unser Selbstwertgefühl von anderen abhängig und werden für gute Taten anerkannt und geschätzt. Das sind Dinge, die von außen bestimmen, wie wertvoll Du Dich fühlst. Sobald diese nicht erfüllt sind, fühlst Du Dich wertlos. Damit können wir tatsächlich eher von einem Fremdwert als von einem Selbstwert sprechen.

3. Wie Du Deine Ideen visualisierst

In diesem Abschnitt möchte ich das Thema VISUALISIEREN vertiefen und in die Praxis holen. Vielleicht bist Du schon vertraut mit der Idee, dass wir unsere Träume vor dem inneren Auge visualisieren. Dabei verbinden wir uns in der Vorstellung mit dem Gefühl und erschaffen uns in unserer inneren Welt einen Nährboden für die Vision oder die Idee mit der wir schwanger gehen wollen. Ich ergänze diesen Schritt gerne um eine ganz praktische und sehr wirkungsvolle Übung.

Gerade für Menschen, die dazu neigen sehr viel im Kopf zu sein, kann es unterstützend sein, das Medium zu wechseln.

Was bedeutet das?

In dem Du etwas tust, was Du in der Regel nicht so häufig tust, veränderst Du nicht nur die Perspektive, sondern Du wirst auch herausgefordert anders in Dich hinein zu spüren.

Gerade Menschen, die meinen sie sind nicht kreativ, sind oft nur von ihrem Kopf verhindert. Kreativität hat nichts damit zu tun, etwas meisterhaftes herzustellen, was alle Welt bewundert. Kreativität ist vielmehr eine Fähigkeit.

Kreativität kann trainiert werden wie ein Muskel und braucht in erster Linie Deine Erlaubnis, sich auf das Unbekannte einzulassen. Das künstlerische Gestalten ist dabei eine Quelle aus der wir schöpfen können, wenn wir nach Antworten suchen.

Jedes Mal, wenn ich ein Bild gestalten wollte, mir aber der FLOW fehlte, half nur eins: SPIELEN.

Mit Spielen meine ich experimentieren, ausprobieren, erkunden, erforschen, entdecken, wahrnehmen, machen.

Du nimmst also Materialien und schaust einfach mal, was damit machbar wäre. Du machst neue Erfahrungen und wirst verschiedene Techniken kennenlernen. Oftmals zu Deinem Erstaunen, was alles möglich ist. Wenn Du Lust hast neue Erfahrungen zu machen und wissen willst, wie Du mittelst kreativer Techniken den Kopf zur Ruhe bringst, schaue Dir mein kostenlosen Mini Workshop "Kritzeln" an. Hier bekommst Du neben 3 Workshop Videos auch eine Audio sowie ein Workbook zum Dranbleiben.

Was kannst Du JETZT tun, um etwas zu visualisieren, was Du aus dem Herzen heraus anstrebst?

Zunächst brauchst Du einige Materialien:

  • Schnappe Dir einen großen Bogen Papier. Wenn Du nur A4 Blätter hast, dann klebe 4 oder 8 Blätter zusammen. Du kannst auch eine Pappe von einem Karton nehmen. Sei flexibel und starte mit dem was Du hast.
  • alte Zeitschriften, wie die Flow, Happinez, Auszeit, Reiselust…. (werden zerschnitten und auch gerne mal auf Ebay Kleinanzeigen verschenkt)
  • Schere, Kleber und
  • eine Stunde Zeit für Dich.

Schritt 1: Jetzt geht es darum Deine innere Welt aufs Papier zu bringen. Mit dieser Methode brauchst Du kein Maltalent und kannst Dich intuitiv den Bildern aus den Magazinen hingeben. Reiße oder schneide Dir alle Bilder aus, die Dich in Bezug auf Deine Intention für das neue Jahr ansprechen. Du brauchst hier nichts zu analysieren oder irgendwie verstehen zu wollen. Manchmal sprechen uns Bilder an, die uns überraschen. Sammle die Bilder erstmal und lege sie auf einen Tisch.

Schritt 2: Wenn Du das Gefühl hast, Du hast genug gesammelt, lege Deine Schnipsel auf Deinen Papierbogen. Schaue, wie Du die Bilder platzieren möchtest. Danach klebst Du sie auf.

In diesem Podcast (Adventskalender 2021) habe ich Dir diese Methode nochmal Schritt für Schritt erklärt, auch, wie Du Dein Bild später "lesen" kannst. Höre hier gerne mal rein.

Schritt 3: Wenn Dein Bild fertig ist, hänge es Dir sichtbar auf. So kannst Du Dich immer wieder mit Deiner Intention verbinden. Dieser Prozess hilft Dir, Dich noch mehr mit dem Gefühl und Deinen inneren Bildern zu verbinden. Du wirst merken, dass Du viel klarer und intensiver mit Deinen Vision oder Idee im Kontakt bist.


Du nimmst Dir Zeit für Dich. Entspannung (FLOW) hilft Dir nachweislich, neue Erfahrungen zu machen. Neue Erfahrungen ist lernen. Dies geschieht im Flow-Zustand. Den erreichen wir, wenn wir in der Freude und Leichtigkeit sind. Musik kann uns dabei unterstützen. Deshalb mache es Dir gemütlich, sorge für eine schöne Atmosphäre. Es konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass wir mit entspannter Musik mehr aufnehmen. Diese Erkenntnis hat sich eine SprachApp zu nutzen gemacht und hilft Dir neue Sprachen in Kombination mit Musik zu lernen. So simpel und so wirkungsvoll.


Das kreative TUN ermöglicht Dir also eine neu Lernerfahrung, schult Deine Wahrnehmung, verbindet Dich mit Deinem Unterbewusstsein und holt es ans Tageslicht, macht Freude und hilft Dir, Dich im Alltag leichter auszurichten


Faktor 1: Der Einfluss von Bewertungen
Das Problem mit dem Selbstwertgefühl ist, dass wir die meiste Zeit bewertet werden.

Machst Du etwas gut, haben Deine Bezugspersonen positiv auf Dich reagiert. Machst Du etwas nicht angemessen, erfährst Du Kritik, Abwertung, Strafen.

  • Lob und Anerkennung für gute Taten,
  • Lob und Anerkennung für Erfolg,
  • Lob und Anerkennung für gute Leistung,
  • Lob und Anerkennung für ein tolles Auto, Haus, Job.

Hast Du schon einmal versucht etwas nicht zu bewerten? Wir bewerten ständig. Das gibt uns Sicherheit und Orientierung. Die Frage ist vielmehr, dienen Dir diese Bewertungen?

Im Laufe unseres Lebens erfahren wir, was andere an uns gut oder schlecht finden und orientieren uns daran. Das nehmen wir als Maßstab dafür, was wir wert sind.

So haben wir früh gelernt, das unser Selbstwert an Bedingungen, Anforderungen und Urteilen anderer gekoppelt ist. Eine ziemliche Bürde. Was wäre, wenn Du anfängst etwas über Dich zu denken, was Dir dienlich ist? Wenn Du Dir selbst eine wohlwollende Freundin wirst?

Jeder von uns kann einen gesunden Selbstwert entwickeln. Es braucht natürlich ein paar Werkzeuge, Bewusstsein und Übung. Wenn wir in unseren Grundfesten sehr erschüttert sind und dieses Selbstwertgefühl sehr gelitten hat, empfehle ich definitiv professionelle Unterstützung. Nicht weil Du fehlerhaft bist, sondern, weil es Dir den Weg leichter machen wird und Du Rückschläge schneller verarbeiten kannst.
Faktor 2: Die Rolle des richtiges Umfeldes
Ein weiterer Aspekt, der es uns schwer macht, aus der abwertenden Haltung uns selbst gegenüber rauszukommen ist, dass wir in einem Fremdwertsystem leben. Du bist umgeben von Bewertungen im Außen. Das macht es unglaublich mühsam.

  • Noten in der Schule sagen aus, wie gut wir im Vergleich zu anderen sind
  • Qualifizierungen später im Beruf weisen darauf hin, ob wir geeignet sind für diese Aufgaben
  • Sozialer Status misst die Menge an Beziehungen, die wir haben
  • Statussymbole wie Autos, Haus oder Job beweisen, wie diszipliniert, fleißig oder erfolgreich wie sind

Wenn jemand anderer Meinung ist als wir selbst oder konkret Kritik an unserer Leistung übt, fühlen wir uns schnell gekränkt, verletzt, ausgegrenzt oder unverstanden. Nicht selten beziehen wir die Äußerungen auf uns selbst und können uns schlecht abgrenzen. Daraus folgen negative Gedanken, Gefühle und wenn es richtig blöd läuft die Identifizierung mit der Kritik. Das Resultat ist: Ich bin nicht gut genug. Ich bin wertlos. Ich kann nichts.

Du fühlst Dich schlecht, Deine Gedanken beginnen zu kreisen und alles was Du dadurch erzeugst, ist ein Minderwertigkeitsgefühl - sprich ein niedriges Selbstwertgefühl. Sprache ist unglaublich mächtig - von Innen und von Außen. Deshalb werde ich im nächsten Punkt nochmal auf die Macht der Sprache eingehen.
Faktor 3: Die Macht der Sprache
Die Art und Weise, wie Du über Dich denkst und wie Du mit Dir selbst sprichst, spiegelt sich in Deinem Selbstwertgefühl wieder.

Wenn Dir etwas nicht gelungen ist, was sagst Du dann am häufigsten oder denkst Du über Dich? Ich empfehle Dir jetzt wieder Deinen Zettel und Deinen Stift zur Hand zu nehmen und aufzuschreiben, was Dir in den Sinn kommt.

Stelle Dir einen Moment vor, an dem Du Dich geärgert hast, unzufrieden mit Dir warst oder Dir etwas nicht gelungen ist.

Welchen Gedanken hast Du über Dich selbst?
Welche negativen Gedanken trägst Du in Dir?
Welche negativen Gefühle tauchen immer wieder auf?

  • "Ich blöde Kuh"
  • "Ich Idiot"
  • "Man, warum gelingt mir das nie"
  • "Ich bin so ein Trottel"
  • "Ich schaffe das nicht"
  • "Ich bin echt zu blöd zum....."

Ich bin mir sicher, Dir fallen noch einige mehr ein. Diese Gedanken erzeugen ein Gefühl von Wertlosigkeit oder Minderwertigkeit. Demnach handelst Du nicht aus Deiner ganzen Kraft und Freude heraus, sondern immer aus dem Mangel "nicht gut genug zu sein"

Du fütterst Dein Selbstwertgefühl mit abwertenden und kritischen Gedanken bis Du glaubst, was Du hörst, siehst oder wahrnimmst. Wie Du mit Dir sprichst entscheidet also auch, wie Du Dich fühlst. Wenn Du das durchbrechen möchtest, achte auf Deine Worte. Entwickle eine wertschätzende und liebevolle Sprache, die Dich nicht abwertet. Sie sollte wohlgesonnen, achtsam und freundlich Dir selbst gegenüber sein.

Beispiele:

  • Ja, ich habe das nicht hinbekommen. Mit etwas Übung bekomme ich das hin.
  • Oh, ich habe einen Fehler gemacht. Was kann ich daraus lernen?
  • Heute war nicht mein Tag. Das ist OK.

Es gibt eine Studie die zeigt, wie Wasser auf Worte reagiert. Die Struktur der Wassermoleküle verändert sich, wenn das Wasser beleidigt, beschimpft oder kritisiert wird. Der Mensch besteht aus 80% aus Wasser. Das gleiche konnte beobachtet werden, wenn Wasser mit Liebe und Freundlichkeit besprochen wurde. Das ist doch spannend, oder? Wie Du also mit Dir und anderen sprichst, wirkt sich auch auf Zellebene auf Dein Wohlbefinden und Deine Gesundheit aus.

Überlege Dir, was Du verändern musst, um aus diesen negativen Spiralen auszusteigen.

2. Wie Du ein gesundes Selbstwertgefühl entwickelst

Das Selbstwertgefühl fängt im Innen an. Wir fühlen uns gut genug, wenn wir Erfahrungen machen, die uns bestätigen. Das kannst du auch.

"Ich bin mir etwas wert. Ich fühle mich wertvoll. Ich bin wertvoll."

Warum soll irgendein Mensch mehr wert sein, nur weil er andere Dinge besitzt oder andere Dinge tut.

Warum soll ein Mensch mehr wert sein, weil er erfolgreicher ist oder mehr Geld verdient, mehr Fans oder bessere Zeugnisse hat.

Sich selbst toll finden, ohne sich toller zu fühlen als jemand anderes, ist die Kunst.

Lob, Zeugnisse, Anerkennung für die eigene Leistung zeigt Respekt, doch es macht nicht den eigenen Wert aus. Es hat mit Deiner Persönlichkeit, Dir als Mensch NICHTS zu tun. Es hat lediglich mit den Dingen, die Du hast oder tust, zu tun. Doch diese Dinge machen Dich nicht weniger oder mehr wert.

Ich möchte ein erkenntnisreiches Beispiel mit Dir teilen, das zeigt, was WERT bedeutet.

  • Wenn ich Dir einen100 Euro Schein zeige. Was würdest Du mir antworten, wieviel wert dieser 100 Euro Schein hat?
  • Wenn ich nun diesen100 Euro Schein auf den Boden werfe und mit den Füßen darauf rum trample, was ist dieser 100 Euro Schein dann wert?
  • Wie viel wert wird er in einem hochwertigen Portemonnaie sein?
  • Wie viel wert wird er sein, wenn er genickt und zerknautscht wird?

Richtig, er bleibt 100 Euro wert. Und so ist das auch mit Dir. Du bist genauso viel wert, wie in dem Moment als Du auf die Welt gekommen bist. Du bist wertvoll, weil Du bist. Ziemlich krass, oder?

Klingt logisch, klar und einfach. Dennoch fühlen wir uns oftmals so wertlos und völlig ungeliebt, weil wir etwas nicht können, machen oder wollen. Wir haben Angst vor Ablehnung oder harscher Kritik. Wer seinen Wert kennt, sich seiner selbst bewusst ist, wird sich nicht jedes mal in Frage stellen oder selbst abwerten, wenn andere es tun.

  • Was kannst Du heute schon tun, um Dich selbst anzuerkennen - so wie Du bist?
  • Was an Dir ist liebenswert?
  • Was macht Dir soviel Freude, dass Du dabei vergisst aufs Klo zu gehen?

Dein Selbstwert sollte von nun an wie eine Pflanze in Deinem schönen Garten gedeihen. Pflegst Du diesen Seelengarten gut, wird alles wachsen und gedeihen. Vernachlässigst Du Dich selbst, wird es dürr aussehen in Deinem Garten oder sich gar ungeliebte Unkräuter ausbreiten. Wie Du Deinen Selbstwert also konkret steigern kannst, erfährst Du im Punkt 3.

Finde einen liebevollen Umgang mit Dir

Das Erleben von Liebe ist abhängig davon, wie wir liebevolle Gefühle in liebevolle Handlungen umsetzen. Auch wenn Liebe ganz unterschiedlich wahrgenommen wird und Kinder sowie Erwachsene ihre ganz eigene individuelle Art erleben geliebt zu werden, liegt hier der Grundstein für ein gesundes Selbstwertgefühl und ein liebevolles Miteinander.

Du kannst Dich auch als erwachsener Mensch nachnähren. So nenne ich das gerne. Ich sprach schon von Deinem inneren Seelengarten. Schenke Dir selbst die Liebe und Zuwendung, die es braucht, um Dich gut genug zu fühlen.

Frage Dich:
  • Übernehme ich Verantwortung für meine Gesundheit und mein Leben?
  • Was würde mir jetzt gut tun und mich stärken?
  • Was sollte ich stattdessen über mich denken?
  • Wer wäre ich ohne den Gedanken "Ich bin nicht gut genug"?

Am besten Du schreibst Dir alles auf. Manchmal ist es schwer neue Gedanken zu finden. Ich empfehle Dir dann einige Affirmationen, die ich Dir am Ende aufgeführt habe.

Affirmationen sind Bejahungen oder Versicherungen an Dich selbst. Du sagst "Ja" zu Dir und stärkst damit Dein Selbstwertgefühl.

Mithilfe von positiven Affirmationen kannst Du neue Samen säen. Achte darauf, dass Du nur Sätze sagst, die Du auch für glaubwürdig hältst. Es gilt nicht, Dir selbst etwas vorzumachen. Am Anfang sind solche Sätze vielleicht befremdlich. Gib nicht gleich wieder auf. Übe einfach mal eine Weile mit meinen Beispielen. Schaue dann, wie Du negative Gedanken verändern kannst.

Beispiele:

Alt
Ich habe heute nichts geschafft. Ich war heute total faul. Ich habe heute nichts hinbekommen.

Neu I
Ich konnte nicht alle Aufgaben erledigen. Ich schätze es, dass ich trotz meiner Unlust sehr viel mehr geschafft habe als erwartet.

Neu II

Ich habe heute nicht so viel geschafft wie ich mir vorgenommen habe. Gut, dass ich heute mehr Pausen gemacht habe. Das zeigt mir, dass ich mir selbst wichtig bin.

Für mich funktioniert das am Besten, wenn ich es mir regelmäßig vor Augen führe. Es braucht eine Weile bis wir neue Denkmuster automatisch nutzen. Ich empfehle Dir ein Schreibbuch ähnlich wie ein Tagebuch anzufangen. Schreibe Dir jeden Abend auf

  • wie es Dir gerade geht,
  • was Du heute geschafft hast und
  • wofür Du dankbar bist.

Du wirst erstaunt sein, wie positiv sich das auf Dein gesamtes Wohlbefinden auswirkt. Du erzeugst gute Gefühle und kreierst neue Gedanken. Zudem fördert diese Routine am Abend einen gesunden Schlaf. Schreib mir gerne, wie es Dir damit geht oder wie Du Deine negativen Gedanken transformierst.

3. Diese 5 Übungen können Dir helfen

1
Was schätzt Du an Dir?
Werde Dir Deiner selbst bewusst und schaue, wer Du wirklich bist. Bewerte es nicht, sondern erkenne es. Schreibe alles auf, was Dir dazu einfällt. Was macht Dich aus? Konzentriere Dich auf all die positiven Dinge. Meistens sind wir uns mehr unseren Schwächen bewusst als unseren Stärken. Schließlich werden sie uns auch oft genug von außen unter die Nase gerieben.

  • Worin liegen Deine Stärken?
  • Wofür schätzen Dich andere Menschen, wofür auch Du Dich selbst schätzt
  • Was sind Deine ganz besonderen Momente mit Dir selbst, in denen Du Dich rundum wohl fühlst?
  • Wann hast Du das Gefühl Dich geliebt zu fühlen?
2
Liebesbrief an Dich selbst
Schreibe einen Brief an Dich selbst. Stell Dir vor, Du würdest einen Brief an eine gute Freundin schreiben und ihr sagen wollen, weshalb sie so unfassbar wertvoll und liebenswert ist. Nimm Dir ruhig etwas Zeit und gestalte diesen Brief wirklich von Herzen. Stelle Dir vor, der wertvollste Mensch für Dich soll diesen Brief bekommen. Was möchtest Du diesem Menschen mitteilen? Diese Übung kann sehr heilsam sein. Wenn Du Dich von Dir selbst geliebt fühlst, kannst Du auch Deinen Wert erkennen. Wenn Du magst, packe den Brief in einen Umschlag und bitte ein vertraute Person ihn Dir in 6-12 Monaten zu zusenden.
3
Liebe und Akzeptanz
Ich denke, das wertvollste Tool tragen wir immer bei uns. Es ist Liebe und Akzeptanz.
"Ich bin nicht gut genug und das ist ok." Ich empfehle Dir diese Akzeptanzübungen regelmäßig zu machen. Streiche dabei mit der Handfläche in kreisenden Bewegungen über Dein Brustbein und spreche gleichzeitig einen der folgenden Sätze:
  • Mit all meinen Schwächen und Schwierigkeiten, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.
  • Ich bin wie ich bin.
Akzeptanz ist der erste Schritt, Dich so anzunehmen wie Du jetzt bist. Wenn Du das regelmäßig übst und in Deinen Alltag einfließen lässt, wirst Du Dich schnell besser fühlen.
4
Mit der Atmung arbeiten
Nutze Deine Atmung, um Dich bewusst mit Dir selbst zu verbinden. Durch eine tiefe Bauchatmung, kannst Du Dein Nervensystem beruhigen und starke Gefühl leichter regulieren. Gerade, wenn Du Dich mal wieder richtig schlecht fühlst. Schon fünf Minuten bewusste Atmung bauen Stress ab und sorgen dafür, dass Du wieder klarer denken kannst.

Wenn Du merkst, der Satz "Ich bin nicht gut genug" dominiert Deine Gedanken, atme. Damit die gebündelte Energie raus kann und sie Freiraum bekommt. Wir können 3 Tage ohne Wasser Leben, 5 Tage ohne Nahrung, aber nicht eine Minute ohne Atmung. Atme durch die Nase ein. Der Bauch füllt sich wie ein Luftballon. Atme durch den Mund ein bisschen langsamer wieder aus. Beobachte, wie sich der Körper hebt und senkt. Es kann am Anfang etwas mühsam sein, da wir nicht gewohnt sind in den Bauch zu atmen. Gib Dir Zeit diese Atemübung zu tranieren. Energie kann so raus, die sich sonst in uns festsetzt. Mi der richtigen Atmung darf sie fließen.
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Rede liebevoll mit Dir
Ich schätze es sehr mit positiven Sätzen, auch Affirmationen genannt, zu arbeiten. Es geht nicht darum Dir selbst etwas vorzumachen. Wenn Du merkst, Du glaubst Dir diesen Satz nicht, lasse ihn weg. Es sind Angebote, die uns helfen können mit neuen Gedankenmustern in Kontakt zu kommen. Anfänglich ist es etwas ungewöhnlich, so über sich selbst zu sprechen. Mit der Zeit wird es Dir leichter fallen.

Du kannst die Sätze laut oder leise lesen. Ich mache das gerne vor dem Einschlafen. Wiederhole sie gerne einige Male und spüre nach. Du kannst Dir gerne auch eigene positive Sätze formulieren oder auf YouTube Affirmationen anhören. Es gibt zu vielen verschiedenen Themen spezielle Affirmationen, die Du Dir nur noch aufs Ohr legen brauchst. Lade Dir gerne das kostenfreie PDF dazu runter.

4. Das solltest Du in Zukunft vermeiden


Vergleiche Dich nicht mit anderen
Kennst Du diese Momente: Du scrollst Dich mal wieder eine schlaflose Nacht durch Deine Social Media Kanäle. Du sieht diese wundervollen Profile. Menschen, die vor Energie, Freude, Erfolg oder einem Leben fern des grauen Alltags nur so strotzen? Dann hältst Du inne und stellst fest, Dein Leben ist freudlos, langweilig, ohne Erfolg, deprimierend und alles andere als zufriedenstellend. Höre auf diese Vergleiche zu ziehen. Du siehst immer nur einen Ausschnitt, nie die ganze Wahrheit. Suche Dir stattdessen Vorbilder mit denen Du wachsen kannst. Lerne von anderen Menschen statt Dich zu vergleichen.

Niemand ist schuld
Wenn Du ständig andere für Deine Gedanken und Gefühle verantwortlich machst, wird sich Dein Zustand nicht ändern. Dein Partner, Deine Chefin, Deine Kind oder die Nachbarn sind vielleicht der Auslöser, aber nicht der Grund für das Gefühl "nicht gut genug zu sein". Du kannst im Grunde dankbar sein, weil sie Dir spiegeln, wie Du über Dich selbst denkst. Übernimm die Verantwortung für Dich und Dein Leben. Lerne Deine inneren Kritikern zuzuhören, Gefühle zu leben und mehr Du selbst zu sein. Dann wirst Du Erfahrungen machen, die Dich stärken und somit Dein Selbstwertgefühl positiv beeinflussen.

Stoppe unnütze Bewertungen
Wie ich schon eingehend erläuterst habe, neigen wir dazu alles zu bewerten. Klar, wir haben es so gelernt. Übe Dich in Achtsamkeit und schaue, dass Du Deine Bewertungen veränderst. Das Glas kann immer halbvoll oder halbleer sein. Die Frage ist, was möchtest Du sehen.

Traue Dich Fehler zu machen
Fehler machen wir alle. Wir sind auch mal nicht in Höchstform. Das ist total normal und völlig in Ordnung. Das ist menschlich und macht Dich erst einzigartig.

Die meisten Menschen, die Du bewunderst sind häufig nicht besser als Du. Sie stehen maximal an einem anderen Punkt in ihrem Leben oder zeigen ihre Schwächen nicht. Wenn Du beispielsweise andere Frauen bewunderst, die sich ein eigenes Unternehmen aufgebaut haben oder ihren Familienalltag mit Leichtigkeit wuppen, dann siehst Du immer nur die eine Seite der Medaille. Selten wird Dir gezeigt, wie steinig der Weg für diese Person war oder was ihr alles nicht gelingt.
5. Fazit: Diese 6 Schritte solltest Du beherzigen
Du siehst, Dein Selbstwertgefühl ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Einerseits von Deinen Prägungen, anderseits von Deiner Einstellung zu Dir selbst sowie von Deinem Umfeld.

Wenn Du ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln möchtest, ist es ratsam, sich mit sich selbst zu beschäftigen und gesündere Möglichkeiten zu finden.

Fokussiere Dich von nun an auf all das, was Dich wirklich im Herzen stärkt und pflege Deinen Selbstwertgarten mit täglichen Ritualen und wohlwollenden Handlungen. Gibt Dir Zeit und sei gut zu Dir, auch wenn es Dir nicht gleich auf Anhieb gelingt.
Schritt 1 Bewusstheit - was denke ich?
Werde Dir Deiner selbst bewusst und erkenne, wo Du in alten oder ungesunden Mustern handelst, die Dein Selbstwertgefühl mindern. Entlarve Momente, in denen es nicht wirklich um einen persönlichen Angriff Deines Selbstwertes geht.

Was kannst Du jetzt tun, um nicht aus alten Verletzungen zu agieren?
Was könnte Dich darin unterstützten Deine Muster zu erkennen?

Gib Dir Zeit und übe. Es wird eine Weile brauchen und nicht immer gelingen alte Verhaltensweisen zu unterbinden.
Schritt 2 Gefühl - was fühle ich?
Deine Gedanken bestimmen Deine Gefühle. Nicht immer ist es uns möglich, diese zu erkennen. Denn dieser Prozess wird stark von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Dennoch wird es viele Momente geben, in denen Du alte Muster erkennst und feststellst, dass Du mal wieder einen Gedanken kreiert hast, der Dir nicht dient.

Frage Dich:
Ist das jetzt wahr, was ich hier denke?
Hilft mir dieser Gedanke in der aktuellen Situation?
Was könnte mir stattdessen helfen?
Schritt 3 Sprache - was sage ich?
Was sagst über Dich selbst. Frage Dich, ob diese Worte über Dich wahr sind. Schreibe Dir gerne mal alle abwertenden Gedanken auf, die Du über Dich hast, wenn es nicht so läuft, wie Du es Dir wünscht. Versuche sie dann zu transformieren und Botsachaften an Dich selbst zu finden, die wertschätzend sind.
Schritt 4 Handlung - wie handle ich?
Wenn Du in der Negativspirale aus destruktiven Gedanken gefangen bist, wird es Dir nur schwer gelingen so zu handeln, dass es Dir dienlich ist. Wer glaubt, dass seine Arbeit nicht gut genug ist und sich damit identifiziert, wird am Ende noch mehr leisten wollen. Wer denkt, dass er nicht liebenswert ist, wird alles versuchen, um endlich die Liebe zu erfahren, die es braucht - auch wenn es gegen die eigenen Werte ist.

Deswegen, achte immer gut drauf, wie Du über Dich denkst und mit Dir sprichst.

Schaffst Du es, einen konstruktiven und wohlwollenden Umgang mit Dir zu finden, der Deinen Selbstwertgarten pflegt, werden daraus Taten entstehen, die Dein gesamtes Wohlbefinden stärken.

Früchte können reifen und später auch geerntet werden. Beispielsweise in dem Du plötzlich mehr Verbundenheit mit Deinen Kindern spürst, die Nähe zu Deinem Partner wieder inniger wird oder Dein Job wieder mehr Freude bereitet.
Schritt 5 Umfeld - wer kann mich unterstützen?
Auch, wenn ich viel darüber geschrieben habe, dass Du Dich von Meinungen, Äußerungen und Zuschreibungen anderer Menschen unabhängig machen sollst, sind wir soziale Wesen. Wir können das Außen nicht einfach ignorieren und natürlich wird es uns weiter prägen. Ein guter Schritt ist immer, in sich selbst zu erkennen, wie wertvoll Du bist. Eine weitere Maßnahme ist jedoch auch zu überprüfen, ob Du Dich mit Menschen umgibst, die Dich wertschätzen und weiter bringen. Wer ständig mit garstigen Menschen zusammen ist, die einen abwerten und abschätzig behandeln, kann nur schwer ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln.

Mit wem umgibst Du Dich die meiste Zeit?
Welche Menschen stärken Dich?
Welche Menschen darfst Du endlich in ihre Schranken weisen?
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