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Ich bin nichT gut genug.
und das ist ok!
Dana Hocke
20. September 2019
Gehörst Du zu den Menschen, die häufig das Gefühl haben nicht gut genug zu sein? Bestimmt dieser Glaubenssatz Dein Leben? Die meisten haben diese Überzeugung in sich, auch ich. Jeder Mensch möchte sich gut genug fühlen und hat am Ende das Gefühl genau das nicht zu sein. Was mir wirklich geholfen hat mich gut genug zu fühlen erfährst Du in diesem Beitrag.
Was wünscht Du Dir vom Leben, war neulich in einem Post mein Frage an Dich. Danach folgten Vorstellungen davon, wie ein besseres Leben aussehen könnte.

  • Stelle Dir vor, Du könntest auch jeden Morgen aufwachen und Dich auf den vor Dir liegenden Tag freuen?

  • Wie wäre es, wenn Du entspannt bleibst obwohl um Dich das Chaos herrscht und Dein Kind Dich mit seinem Tobsuchtsanfall wieder auf die Palme bringt?

  • Stelle Dir vor, Du könntest Dich kraftvoll und lebendig fühlen und wissen was Du beruflich machen möchtest ohne Dich zu verbiegen oder zu überfordern?

  • Wie wäre es, wenn Du ab sofort wüsstest, was Dir hilft in stressigen Zeiten runter zufahren und zwar bevor es wieder knallt?

  • Wie wäre es, wenn bei allem wieder mehr Zeit für Dich gewinnen kannst ohne Dich dabei schlecht zu fühlen?

  • Stell Dir vor, Du könntest ab sofort Deine berufliche Wünsche realisieren und ganz authentisch und selbstbewusst Deinem Herzensweg folgen?

Jeder 3. Coach auf dem Markt verspricht Dir mehr Leichtigkeit, weniger Stress, mehr Fülle und finanzielle Freiheit, mehr Glück und Zufriedenheit und so weiter. Im Grunde all das, was wir uns alle vom Leben wünschen.

Du bleibst skeptisch?

Oder Dir geht es wie mir, dass Du Dich am Ende noch ein bisschen "falscher", "schlechter" oder "miser" fühlst, weil andere etwas hinbekommen, was Dir bisher noch nicht gelungen ist?

Wenn es doch so leicht ist, ein Leben zu leben, dass voller Liebe und Glück ist, warum geht es dann so vielen Menschen schlecht? Was machen die vermeintlich "glücklichen", "erfüllten" und mit sich im Einklang lebenden Menschen anders?


Weißt Du, vermutlich nicht viel. Sie sind Dir maximal schon einen Schritt voraus und kennen Krisen, Ängste, Hürden und Herausforderungen ebenso wie Du. Sie haben sie noch immer und sind ebenso wie Du damit beschäftigt einen Umgang damit zu finden.

Persönlichkeitsentwicklung ist wie ein gutes Fussballtraining. Es braucht Zeit, Geduld, ein paar Tricks und Tools, ein starkes Mindest und eben einen Trainer, der an Dich glaubt und Dir zeigt, wie Du das alles bekommen kannst.

Manchen fällt das leichter, manche brauchen mehr Zeit und andere wiederum wollen nie richtig weiter kommen.

Das darf zum Glück jeder für sich selbst entscheiden und es darf sein. Die CoachInnen, TrainerInnen, MentorInnen, HeileriInnen mit dieser positiven Aura sind nicht unbedingt klüger, weißer oder befreiter als Du - maximal haben sie sich schon mehr mit sich und einem Thema oder mehrere Themen beschäftigt, leben eine Passion, welche sie im Glücksfall zum Beruf machen.

Mit der Zeit wächst deren Werkzeugkoffer und Erfahrungen. Um so mehr gute Erfahrungen wir auf einem Gebiet machen, Übung haben und uns Wissen aneignen können, um so selbstbewusster werden wir. Das kannst Du also auch!

Jeder Mensch hat einen Bereich im Leben, in dem er außerordentlich talentiert, begabt oder mit Begeisterung und Freude dabei ist. Es fällt dann leichter auch in schweren Zeiten die stürmischen Phasen zu überwinden. Niemand schafft es wirklich ganz alleine. Denken wir an Spitzensportler und SpitzensportlerInnen - sie haben gute TrainerInnen, die im richtigen Moment, den richtigen Impuls setzten und auf mentaler Ebene unterstützen können.

Wenn wir unsere Bestimmung kennen oder unsere Berufung gefunden haben, dann werden wir unaufhaltbar. Wobei es nicht darum geht, alles wofür wir uns begeistern können und worin wir richtig, richtig gut sind, auch ein Beruf werden muss.

Wir werden in einer Sache ganz automatisch richtig gut, wenn wir es wollen. Dafür überleben wir auch mal Stürme oder gehen hindurch.

Auch Du hast Dieses Geschenk in Dir. Zudem weißt Du mehr über Dich selbst als jeder Coach dieser Erde. Doch der Blick von Außen und der Austausch kann helfen, es sichtbarer zu machen, wer oder was Dich im Herzen berührt, was Dich ausmacht, begeistert ebenso wie was Dich bremst.

Wir stehen uns oft selbst im Weg ohne es zu merken. Und das ist kein Vorwurf und keine Schwäche, sondern lediglich ein Resultat aus Deinen bisherigen Leben. Etwas, das mal nützlich gewesen sein könnte und es eben heute nicht mehr ist. Wir erkennen das nicht, weil wir quasi uns selbst gewöhnt sind.

Eine gute Mentorin, Coachin oder Wegbegleiterin erfasst Deine Worte mit einem anderen Ohr und Bewusstsein. Sie kann Dir so zurück spiegeln, was für Dich bisher nicht ersichtlich war. Sie kann Dir helfen die passenden Seiten Deines Buch des Lebens zu finden, sie zu sortieren und so zusammen zu fügen, dass daraus eine neue Geschichte zu Deinem Besten entsteht. Wir sind wer wir sind und das ist gut so. Die Frage ist, was machen wir daraus und wie?

Ich dachte selbst immer ein Coach müsste total aufgeräumt sein. Das ist der Mensch auf Erden, den nichts mehr umstösst. Dabei habe ich mich selbst wenig liebevoll behandelt. Hinter diesem Gedanken steckt im meinem Fall der Wunsch und die Sehnsucht nach Sicherheit und inneren Frieden, nach einem Ort der Ruhe und Kraft, nach Liebe und Vertrauen. Egal, was wir davon suchen, wir finden es nur in uns selbst. Im Kontakt mit anderen wird es lediglich bewusst.

Persönlichkeitsentwicklung ist also ein Prozess. Lebenslang - wenn wir wollen. Für Coaches und Nicht-Coaches. Einige Menschen haben eine Vision entwickelt, die sie dazu befähigt auch harte Zeiten zu überwinden. Dieser innere Antrieb ist oftmals grösser als jeder Stein der ihnen in den Weg gelegt wird. Wir sehen bei diesen Menschen oft nur das Ergebnis, nicht den Prozess des Erfolges.

Jeder Mensch, der für sich erkannt hat, was ihn antreibt und wofür es sich lohnt etwas zu verändern, wird nach Lösungen suchen und möglicherweise sogar Freude daran haben.

Manchmal meint man, das eigene Leben sei nicht gut genug. Dann vergleichen wir uns mit denen, die es vermeintlich besser haben. Es kann auch vorkommen, dass wir uns unwichtig, klein und bedeutungslos fühlen. Oder es gibt Tage, da überfordert uns das Leben und die eigene Gefühlswelt.

Weißt Du was, das ist ganz normal! Das ist Leben! Nicht darin hängen zu bleiben oder daran festzuhalten, ist vielleicht die eigentliche Arbeit an uns selbst. Zu erkennen, was am Ende trotz Turbulenzen gut ist, gut sein darf und gut werden kann, stärkt.

Zu glauben, wir sind dem Leben ausgeliefert, wir haben keine Wahl oder können nicht anders, ist das eigentliche Gefängnis, das wir uns selbst erschaffen.

Du bist nicht schlechter, unwissender, untalentierter oder ein hoffnungsloser Fall, weil nach all Deinem Tun und Machen noch nicht das Gefühl eingetreten ist, was Du Dir vielleicht schon so lange wünscht.

Manchmal braucht es einfach nur eine Portion Akzeptanz und liebevolle Annahme von dem was JETZT ist, bevor wir den nächsten Schritt machen können.

Du siehst nicht, welche Umwege andere Mensch gegangen sind, welche dunklen Tage voller Zweifel, Sorgen, Wut, Trauer und Angst hinter ihnen liegen. Der Vergleich mit anderen hinkt immer. Wir sehen einfach nicht, wie der Mensch dort hin kam, wo er heute steht. Wir erleben nur einen Ausschnitt. Sei Dir dessen immer bewusst.

Ich selbst möchte immer weiter wissen, wie ich dies oder jenes an mir noch bewusster, besser, erfolgreicher, gesünder, intelligenter, gefühlvoller, glücklicher machen kann. Am Ende wurde ich leerer, einsamer und kränker.

Erst gestern Nacht lag ich wach und wurde in einem Podcast an etwas erinnert, dass mich plötzlich ruhig werden lies. Mir liefen Tränen der Erleichterung übers Gesicht und der Ärger über mich selbst legte sich ganz von selbst. Das möchte ich abschließend noch mit Dir teilen.

Es ging in dem Interview zwischen zwei spirituellen Coaches darum, dass wir alle uns wünschen ins Licht zu kommen. Also in der Liebe zu leben und absoluten Frieden verspüren wollen. Wir wünschen uns ein Leben Erfüllt von Freiheit, Glück und Selbstbestimmung.

Das Problem dabei ist, dass wir so sehr gegen den anderen Teil in uns kämpfen, ihn ignorieren, verdrängen und unterdrücken, dass wir Energie verlieren für etwas, dass früher oder später an die Oberfläche kommt. Jeder Schmerz wird sich seinen Weg suchen, um gefühlt zu werden. Jede Angst, jede Wut und ebenso wie jede Trauer. Damit wir Frieden schließen können, braucht es eben den Mut auch dahin zu sehen wo es weh tut, dunkel und unangenehm ist.

Es braucht den Mut zu fühlen was gefühlt und damit geheilt werden möchte. Es geht nicht darum in der Vergangenheit zu verharren und in alten Geschichten zu wühlen. Es geht darum dem Gefühl und Dir selbst die Berechtigung zu geben, einmal gefühlt zu werden.

Ich selbst habe lange meine Angst verschoben, sie missachtet und Angst vor der Angst entwickelt. Ich wollte dieses beschissene Gefühl einfach nicht. Erst als ich verstand, dass sie da sein darf, kam die Wut. Und als die Wut gesehen werden durfte, kam die Trauer. Und als die Trauer sein dürfte kam die Liebe. Das war ein wundervoll warmes Gefühl.

Ich habe längst nicht alle Ängste ablegen können oder transformieren, wie viele so schön sagen. Doch ich schenke ihr Aufmerksamkeit, Respekt, Wertschätzung und würdige sogar ihre Existenz. Denn das bedeutet, mich als Mensch zu würdigen, respektieren und zu schätzen - auch mit Fehlern, unangenehmen Gefühlen und komischen Gedanken.

Ich Begriff gestern Nacht einmal mehr, wie viel Wahrheit darin steckt und das erst danach der nächste Schritt folgen kann.

Angst, Wut, Trauer, Schuld, Scham sind sicherlich heftige Gefühle und die Ursachen können vielseitig sein, dass sie Dich ständig vereinnahmen, hemmen und es Dir schwer machen. Ich habe inzwischen gelernt, dass die Identifikation mit dem Gefühl uns zu Opfern der Umstände macht. Klingt erstmal hart und als wären wir auch noch Schuld an unserer Misere. Es geht jedoch nicht um Schuld, es geht um Bewusstsein und Befreiung. Denn wir sind nicht die Angst, Wut, Trauer oder Scham. Wir fühlen Angst, Wut, Trauer oder Scham. Genährt durch bestimmte Gedanken ermächtigen wir sie da zu sein. Im Grunde können wir lernen sie zu beobachten. Da sein zu lassen, auszuhalten und wieder ziehen zu lassen. Liebevolle Akzeptanz und Annahme ist dabei sehr hilfreich. Ich lernte erst neulich: Es ist wie es ist! Erst wollte ich mich damit nicht zufrieden geben, weil es etwas hat von: Sich einer Sache zu unterwerfen. Ich glaube die Idee dahinter ist, etwas dass uns ärgert, traurig macht oder verzweifeln lässt, nicht "weg-kämpfen" zu müssen, sondern erstmal da sein zu lassen und hinzusehen. Was passiert da mit mir und meinem Körper.

Gefühle dürfen sein. Sie kommen und gehen wieder.

Wenn Du Dir also etwas vom Leben wünscht, das damit zu tun hat, dass Du Dich besser fühlen möchtest, dann erlaube es Dir zu fühlen, was gefühlt werden möchte und würdige Deinen Mut Dir selbst gegenüber zu stehen und endlich ganz, ganz ehrlich zu Dir selbst zu sein.

Ein krampfhaftes versuchen im Innen wie im Außen blockiert Dich und führt früher oder später zu Erschöpfung.

Einlassen, loslassen, atmen und Vertrauen in Dich und Deine Ressourcen sowie Fähigkeiten gewinnen, Deine Vision erkennen und die nächsten Schritte planen und fokussieren ohne Anstrengung nur durch sein, sind am Ende der Schlüssel, dass Leben zu gewinnen, was im Herzen aus Dir entspringen möchte.

Ich wünsche Dir dabei alles Liebe.
Deine Dana

3 Tipp für mehr Selbstliebe
  • Annahme und Akzeptanz. Ich bin nicht gut genug und das ist ok. Ich liebe und akzeptieren mich so wie ich bin. Es ist wie es ist. Auch wenn ich nicht gut genug bin, Liebe und akzeptiere ich mich selbst so wie ich bin. Nicht gegen mich ankämpfen. Nicht gegen meine Gedanken steuern und krampfhaft versuchen anders zu sein. Ehrlich zu mir selbst sein.

  • Das Gefühl im Körper verorten und wahrnehmen. Wo zieht es sich zusammen und wo reagiert mein Körper. Nicht wegdrücken oder ignorieren. Wahrnehmen. Annehmen. Spüren. Energie bündelt sich und wird festgehalten - mit der richtig können wir sie wieder befreien.

  • Mit der Atmung arbeiten. Die gebündelte Energie raus atmen und ihr Freiraum geben. Wir können 3 Tage ohne Wasser Leben, 5 Tage ohne Nahrung, aber nicht eine Minute ohne Atmung. Atmung ist das Wichtigste und gleichzeitig leichteste und stärkste Tool. Atmung in den Bauch üben. Alles ausatmen bis der Einatem kommt. Pranayama (Atemtechnik). Energie kann so raus, die sich sonst in uns festsetzt. Energie darf fließen und braucht Befreiung.
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