Wer bin ich eigentlich?
Hallo, mein Name ist Dana. Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angekommen zu sagen: Ich habe genug davon mich zu verstecken! Ich stehe mir mit meiner Angst - nicht gut genug oder liebenswert zu sein, wenn ich anders bin - selbst im Weg. Der Konflikt beginnt in mir und kann auch nur durch mich aufgelöst werden. Der erste Schritt ist, Dich auf meine Reise mitzunehmen und los zulassen. Ich möchte darüber schreiben, was mich bewegt und ich möchte mit Dir teilen, was unterstützend wirkt.
Wie fängt man an sich selbst zu beschreiben? Ich möchte gerne so viel sagen. Das ist wohl auch das erste, was mir zu mir einfällt. Eine Menge Wissen über das Leben und die Menschen hat sich in den letzten Jahren angehäuft. Irgendwie bin ich durch meine eigene Lebensgeschichte da hineingeraten. In den letzten 15 Jahren haben mich folgende Themenbereiche begleitet und weitergebracht: Gesunde Kommunikation, Gender, Diversity, Liebe, Achtsamkeit, Erziehung, Gesundheit, Depressionen, Angst, Gewalt, Sucht, Partnerschaft, Störungen, Kinder, Pädagogik, Bildung, Selbstverwirklichung, Berufung ...

Ich habe nach einigen Umwegen ein geisteswissenschaftliches Studium gewählt obwohl ich Kunst studieren wollte. Nachdem ich bei der Aufnahmeprüfung an einer Uni in Dortmund gescheitert bin, habe ich es im zweiten Anlauf in Berlin nicht durchgezogen und so landete ich letztendlich in Hildesheim. Das Studium der Sozial-und Organisationspädagogik war ehrlich gesagt genau mein Ding. Heute würde ich sagen, weil ich dort alle Antworten auf meine Fragen zu mir selbst finden konnte. Ich beschäftigte mich mit mir und meinem Leben. Erst durch die Liebe zu einem Mann an der Uni traute ich mich meine künstlerische Seite wieder zum Leben zu erwecken. Er nahm mich mit in seine Seminare. Das war der Moment in dem ich zu leben begann und merkte, ich möchte etwas künstlerisches machen. Mein Hauptstudium wechselte ich dann in den Fachbereich Erziehungswissenschaften und legte meinen Schwerpunkt auf Ästhetische Bildung und Erziehung. Ich nahm jeden "Kunstkurs" mit, den ich bekommen konnte und schaffte es sogar, einen Praktikumsplatz im Kunstverein Hannover mit anschließender Assistentinnenstelle zu bekommen. Neun Monate meines Leben durfte ich meinem Herzen folgen und fühlte mich mehr als wohl. Von da an wusste ich wo ich hin wollte - Kunstvermittlung. Im Studium hatte ich einen großartigen Dozenten, der als Kunstlehrer an einem Gynasium arbeitete, als Künstler und Kurator aktiv war und gleichzeitig Performance Kunst/Kunsvermittlung an meiner Uni lehrte. Das war die bewegenste und aufschlussreichste Lehrzeit in meinem Studium. Ich hatte Kontakt zu internationalen KünstlerInnen und habe selbst einige Performances aktiv durchgeführt.

Nach dem Studium fand ich keine Stelle als Kunstvermittlerin und landete in der offenen Bildungsarbeit. Ich habe so oft ich konnte meine Ideen und kreativen Fähigkeiten einfließen lassen. Das lies sich nicht vermeiden. Und dennoch war da immer ein Gefühl von Angst und nicht gut genug zu sein.

Inzwischen habe ich ein Werkstatt-Atelier in Hannover Linden gegründet und biete Workshops an. Als Coachin begleite ich kreative Mamis ihre eigenen Herzensprojekte zu realisieren.
Ich möchte aufhören nach Antworten zu suchen!
Meine Kräfte sind aufgebraucht. Ich bin seit einem Jahr nicht mehr kreativ und arbeite nur noch für andere ohne Geld zu verdienen. Ich fühle mich leer und einsam. Nach einigen Wochen Rückzug und Erschöpfung habe ich gemerkt, dass ich etwas verändern muss. Erst wollte ich alles hinter mir lassen, neu anfangen und eine große Pause machen. Ich habe öffentlich bekannt gegeben mein Atelier wieder zu schließen. Und mit dieser Entscheidung beginnt erneut die Suche nach mir selbst. Ich bin bereits einen langen Weg gegangen und dachte nun endlich am Ziel angekommen zu sein. Stattdessen merke ich, dass ich mich auf meinem Weg verloren habe. Ein erdrückendes Gefühl macht sich breit und bestimmt die letzten Wochen meinen Alltag. Herzsein ist zu einer lebensbejahenden Begleiterin geworden und so beginne ich mehr und mehr danach zu leben. Ich verspüre den Wunsch mehr HERZ zu sein. Das erste mal gelingt es mir bewusst mein HERZ wahrzunehmen und dessen innerer Stimme zu folgen.
So entscheide ich mich immer wieder für den Begriff "Kreative" und merke, wie ich prompt danach gefragt werde, was ich genau mache? In erster Linie werde ich als Malerin eingestuft und bin irritiert, dass Kreativität fast ausschließlich mit "MALEREI" gleichsetzt wird.

Für mich ist das Kreative eher eine Möglichkeit etwas zu gestalten, mich auszudrücken, etwas zu hinterfragen oder neu in Szene zu setzen. Ich unterscheide dabei maximal in zweckgebunden und zweckfrei. Wobei für mich die Kunst keinen besonderen Zweck erfüllen muss. Zweck im Sinne von Nutzbarkeit wie ein Gebrauchsgegenstand. Design ist für mich mehr das Gestalten und Entwickeln eines Produktes, dass wir im Alltag auch "benutzen" können. Natürlich stellen wir uns Kunstwerke hin oder hängen Bilder auf, doch wir nutzen sie nicht wie ein Möbelstück oder ein Fahrzeug. Ich bin mir sicher, bei dieser Definition stehen einigen ExpertInnen jetzt die Haare zu Berge.

Ich möchte keinen Diskurs über die Grenzen zwischen Design und Kunst aufmachen, sondern lediglich darauf hindeuten, dass allein diese Unterscheidungen und Abgrenzungen, es für viele Menschen schwer macht, sich ihrer Kreativität hinzugeben. Entweder weil sie nicht stigmatisiert werden wollen "Du bist nicht gut genug" oder weil sie das Gefühl haben von vornherein keiner Sparte gerecht zu werden.

Doch was wollen wir mit unserem kreativen Potential eigentlich erreichen? Worum geht es denn beim kreativen Schaffen genau?

Ich höre oft: "Ich bin nicht kreativ" Derweil werden wir als kreative Wesen geboren und jeder Mensch ist auf eine ganz eigene Weise kreativ. Das steckt in uns! Ich möchte Künstlerin sein, seit ich denken kann und weiß, dass ich als kleines Kind davon geträumt habe. Ich fand das Leben von Künstlern faszinierend ohne mich konkret an bestimmte Personen erinnern zu können. Kulturelle und künstlerische Bildung wurde in meinem Elternhaus allerdings nicht besonders gelebt. Mein Zimmer war jedoch als Kind voll mit selbst gemalten Bildern. Ich schrieb Geschichten, Gedichte und hatte Freude daran etwas zu sammeln und weiter zu verarbeiten. Es gefiel mir, wenn sich etwas veränderte. Ich hatte einen Faible für ästhetische Dinge ohne es genau definieren zu können. Die Verbundenheit zur Natur und dessen Schönheit prägte meine Kindheit. Die beruhigende Wirkung auf mein Herzsein ist bis heute Teil meines Lebens. Uns so ist die Natur selbst ein faszinierendes Kunstwerk für mich. Mich prägten aber auch frühzeitig traumatische Ereignisse und womöglich erkannt ich bereits als Kind, dass der Ausdruck über das Kreative und Ungewöhnliche mir ein Sprachrohr bot, dass ich nicht erklären musste. Für mich reichte es aus, dass ich wusste, was ich damit deutlich machen wollte.
Während meines Studiums lernte ich die Perfomance Kunst kennen. Ich fühlte mich plötzlich zuhause. Ich entdeckte eine Ausdrucksform die schon immer in mir angelegt war. Doch mir fehlte der Mut mich "künstlerisch interaktiv" zu zeigen. Schon als Kind interagierte ich mit der (Um)Welt auf ungewöhnliche Weise. Ich versteckte diese Ausdrucksform und dachte es wäre dumm frei nach meinem Gefühl im Raum zu tanzen, mit Worten zu spielen oder Lieder ohne Sinn zu singen. Ganz besonders wenn ich zu hören bekam: Was machst Du denn da? Keine Anerkennung meines Seins!

Für mich waren die Jahre an der Uni, in denen ich diese Kunstform gelehrt bekam, sehr aufschlussreich, bereichernd und reinigend. Etliche Ängste habe ich in dieser Zeit durchstanden. Ich erlebte eine neue Dimension von Raum, Zeit, Körper und Geste. Ich verstand, dass das Leben "Kunst" sein kann. Also eine Ausdrucksform mit der wir versuchen uns zu zeigen, zu sein und mit anderen in Beziehung zu gehen.
Ist das Kunst oder kann das weg?
Sichtbarkeit ist für uns Menschen ein Bedürfnis und ich behaupte an dieser Stelle ohne es genau zu wissen, dass wir alle danach mehr oder weniger streben. Wir wollen gesehen werden und in unserer Einzigartigkeit geliebt werden. Gleichzeitig haben wir große Angst in dieser Einzigartigkeit gesehen zu werden, weil wir Angst vor Ablehnung, Kritik oder Verspottung haben.

Der erste Schritt ist die Selbstliebe. Kannst Du Dich selbst mit Deiner Einzigartigkeit anerkennen und annehmen? Kannst Du selbst die Künstlerin in Dir lieben und wertschätzen? Meine Erfahrung ist, wenn ich mich selbst als Künstlerin, Querdenkerin oder Coachin annehme, spielt es kaum eine Rolle, was andere darüber denken. Wenn ich weiß, wer ich bin und sein will, wenn ich ganz in meinem Herzsein bin, dann lebe ich mein Leben und erfülle mich selbst mit Liebe, Wertschätzung und Toleranz. Das ist keine leichte Aufgabe und nicht immer gelingt es mir das im Augen zu behalten.

Letztendlich ist es Training! Wenn über die Jahre Dein Gehirn auf: "Du bist nichts! Du kannst nichts" getrimmt wurde, wird es eben solange oder länger brauchen es umzutrainieren. Hast Du schon mal versucht als Rechtshänderin mit der linken Hand schön zu schreiben? Oder gar mit dem Fuß? Sicher wird es Dir unglaublich schwer fallen. Die innere Kritikerin wird laut und mächtig aufschreien, wenn Du versuchst es anders als gewohnt zu machen. Doch habe Vertrauen in Dich und Deine Fähigkeiten, es wird von mal zu mal besser. Denn Fähigkeiten sind erlernbar!

Ich habe mir vorgenommen, meine Chance zu nutzen und mehr darauf zu hören, dass sich mein KünstlerInnen-Herz nun schon so lange nach Sichtbarkeit sehnt. Daher werde ich "einfach" anfangen und meinen Ideen, Träumen und Wünschen Ausdruck verleihen. Ich lebe nun, was sich seit meiner Kindheit in mein Leben drängt und viel zu wenig Aufmerksamkeit bekam.

Ich kenne sehr wohl die Meinungen: Davon kannst Du nicht leben! Und vielleicht schreckt auch Dich diese starre Überzeugung ab. Doch ehrlich gesagt sind das die Überzeugungen anderer! Hast Du es schon mal versucht? Davon zu leben bedeutet nämlich auch, Kreativität als Motor für weitere Prozesse im Leben zu verstehen wie z.B. innere Heilung, Stärkung, Balance usw. Wenn wir liebevoll und achtsam mit unseren Bedürfnissen umgehen, werden wir auch Gesundheit, Fülle und Glück erfahren.

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen ihre Kreativität leben und ihre Ängste verlieren. Ich wünsche mir, dass Menschen wie Du sich frei machen können und ein Ausdrucksmittel finden, dass zu ihnen passt. Ob das tanzen, malen, schreiben, werkeln, singen, fotografieren oder, oder, oder, ist. Ich wünsche mir, dass wir unsere kreativen Potenziale oder die der anderen Menschen ebenso wertschätzen wie Berufe, die derzeit vermeintlich angesehener sind als die aus der Kreativ- und Beratungsbranche.

Kreative Menschen bereichern das Leben, tragen zur Unterhaltung bei, schaffen neue Perspektiven, regen an oder helfen uns in schweren Zeiten einen Zugang zu unserem Herzen zu finden. Kreative Menschen sind Bereicherung für eine digitalisierte Welt, weil sie häufig mit ihrem Sein hinterfragen, aufzeigen und quer denken. Und selbst wenn sie das nicht tun, bereichern sie das Leben indem sie unsere Sinne anregen, uns im Herzen berühren, den Geist anregen oder unsere Aufmerksamkeit wecken. Sie schaffen etwas Neues, bringen hervor was andere nicht sehen. Das ist großartig! Das ist einzigartig! Das ist wertvoll!
MARCH, 16 / 2018
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