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3 Tipps, mit denen Du wieder mit Dir in Kontakt kommst!
Dana Hocke
17. September 2019
Ich bin gerade auf dem Weg zum Kinderladen, um meine Tochter abzuholen und merke, wie ein Gedanke den nächsten jagt. Ich unterbreche mein inneres Gedankenschubsen mit einem gedanklichen STOPP!!! Der Dauerlauf in meinem Kopf bringt mich an meine Grenzen ohne es zu merken. Er möchte unentwegt neue Ideen kreieren, denkt darüber nach, was ich dafür brauche, wie ich es umsetzen kann und wann ich dafür Zeit habe. Ich habe große Freude daran mich in diesen Tagträumen zu verlieren. Das ich während dessen bereits auf dem Fahrrad sitze und einige Straßen überquert habe, merke ich so nicht!

In meinem heutigen Beitrag möchte ich mit Dir darüber sprechen, wie wir zum einen wieder mehr mit uns in Kontakt treten können, aber auch hinterfragen, was das genau bedeuet?

Wie wichtigt ist es sich selbst wahrzunehmen und eine gute Beziehung zu sich selbst zu entwickeln?

Wenn Dich das interressiert und auf irgendeiner Ebene Deines Seins gerade berührt, dann lies gerne weiter!
Was heisst es eigentlich mit sich in Kontakt zu sein?
Kennst Du das Gefühl, dass sich Deine Aufgaben stapeln und Deine To-Do-Liste einfach nicht enden möchte? Oder gerätst Du häufig ins Grübeln über ein Problem und verlierst Dich in Gedanken ohne Dich selbst oder Deine Umwelt wahrzunehmen? Bist Du manchmal völlig erschöpft und hast keine Ahnung warum?

So wie Dir geht es ganz, ganz vielen Menschen. Nicht nur, dass sie ständig im Kopf beschäftigt sind, sondern sich auch anfangen schlechter zu fühlen. Und wer das nicht wahrnimmt bekommt deutliche Signale vom Körper geschickt: Ohrensausen, Rückenschmerzen, Herzrasen, Frust, Unzufriedenheit bis hin zu Depressionen und Angst.

  • Was passiert da eigentlich mit uns?
  • Wie oft stecken wir in solchen Situationen fest und warum?
  • Wie können wir das ändern und können wir wirklich was daran änern?

Noch vor wenigen Monaten wusste ich nicht, was es bedeutet mit mir in Kontakt zu sein. Ich dachte, ich wäre bereist mit mir in Kontakt und bin es ganz automatisch. Die ganze Zeit. Denn ich bin schließlich 100% mit mir zusammen. Oder doch nicht?! Nach einem Burnout im Februar wurde ich vom Leben geschubst nochmal genauer hinzusehen.

Inzwischen habe ich einiges gelesen und wusste nun, dass ein gesundes, erfülltes und glückliche Leben nur möglich ist, wenn wir mit uns selbst in Kontakt sind. Ich wollte es genauer wissen und blieb aufmerksam.

Einige Wochen und Monate später begegnete ich mir also in dieser Situation auf dem Fahrrad wieder und fragte mich, was es eigentlich bedeutet mit sich in Kontakt zu sein. Meine Erkenntnisse und Erfahrungen möchte ich an dieser Stelle mit Dir teilen.

Grundsätzlich dachte ich, ich wäre bereits mit mir in Kontakt, denn schließlich bin ich ICH. Wer sonst! Das war der Kontakt zu mir!

Genau genommen geht es um Bewusstsein.

Viel zu sehr sind wir abgelenkt, beschäftigt und nehmen nicht mehr wahr, was um uns herum oder in unserem Inneren passiert. Dadurch sind wir abgeschnitten von uns selbst. Wir sind immer häufiger im Kopf. In Gedanken sind wir mit Terminen beschäftigt, denken an den nächsten Orgapunkt, müssen von A nach B oder überlegen, was wir alles noch erledigen und erreichen wollen.

Wir sind die ganze Zeit damit beschäftigt unsere Gedanken zu wälzen ohne uns dessen Existenz und "Macht" auf unser Wohlbefinden bewusst zu sein. Wie die meisten, glaubte ich, Gedanken sind willkürlich. Sie kommen und gehen! Ich bin ihnen hilflos ausgeliefert. So führe ich seit Jahren einen inneren Kampf mit ihnen und korrigiere sie so oft es mir möglich ist. Das klingt erschöpfend? Ja, das ist es auch!

Nicht alle Gedanken, die wir haben sind wohltuend. Wir quälen uns z.B. mit Abwertungen, Verurteilungen, Schuldzuweisung. "Ich bin bin gut genug" "Hätte ich mal lieber" Ich sollte mehr...." usw. Ununterbrochen geistert eine innere Stimme in unserem Kopf herum und erklärt uns die Welt. Nerv!

Das gute daran ist - die meisten solcher inneren Kritikerinnen beruhen auf Erfahrungen und Prägungen. Demnach wir in der Lage sind, diese auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen und durch liebevollere und gesündere Gedanken zu ersetzten.

Als ich merkte, ich kann mir meine Gedanken bewusst machen und sie beeinflussen, brachte es etwas Ruhe in mein Inneres.

Sich seinen Gedankenspielen bewusst zu werden ist eine Ressource mit der wir Einfluss nehmen können auf unsere Gefühle und unser Handeln. Denn Gefühle entstehen durch Gedanken und diese Gefühle bestimmen, was wir als nächstes tun. Da beißt sich also jedes mal die Katze in den Schwanz, wenn wir dieses Muster nicht erkennen und meinen unserem Geist bzw. Leben hilflos ausgeliefert zu sein. Das sind wir nicht und wir können sogar mittels unserer Vorstellungskraft unsere Geschichte neu schreiben. Doch dazu in meinem nächsten Beitrag: "Wie Du schmerzliche Erfahrungen heilen kannst."

Worum es mir heute geht, ist Bewusstsein. Dabei sind wir, wie eben schon beschrieben, oft im Kopf. Wir sind in Gedanken mit Terminen beschäftigt, überlegen, was wir noch schnell erledigen müssen und versuchen uns als (berufstätige) Mama gut zu organisieren. Das ist ganz normal und darf auch so sein.

Was, wenn wir dabei vergessen wie wir uns mental und körperlich fühlen, abgeschnitten von uns selbst funktionieren, nur um unseren alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden?

Im Kontakt mit sich sein, bedeutet im Einklang mit Körper, Geist und Seele zu leben. Es geht nicht darum, was davon gut oder schlecht, sinnvoll oder unangebracht, störend oder hilfreich ist. Es geht um Wahrnehmung, einfühlen und sich spüren. Ich möchte zunächst einmal unser Zuhause, also den Körper in den Blick nehmen.

Nimmst Du die Signale Deines Körpers wahr?

  • Schmerzt da was im Nacken oder im Knie, im Fuß, im Bauch, im Kopf?
  • Wie reagierst Du für gewöhnlich darauf?
  • Darf es da sein oder versuchst Du es wegzudrücken?
  • Schaust Du Dir Deine Schmerzpunkte liebevoll an oder bist Du genervt und schluckst lieber eine Schmerztablette.
  • Nimmst Du Deine körperlichen Befindlichkeiten ernst?
  • Wie gehst Du mit diesen Widerständen in Dir um?
  • Gönnst Du Dir eine Pause oder machst Du weiter in der Hoffnung, dass es sich von selbst löst?
  • Übergehst Du Dich, weil Du die Erfahrung gemacht hast, Dich dann noch weniger zu spüren?

Unser Körper sendet uns Signale und diese wahrzunehmen, ebenso wie die eigenen Gedanken und Gefühle zu beobachten, bedeutet mit sich in Kontakt zu sein.

Viel zu häufig schneiden wir uns von uns selbst, Hals abwärts, ab. Der Körper wird zur Hülle, der uns durchs leben trägt. Darin verbirgt sich eine kleine feine Wahrheit, die ich hervorheben möchte.

Der Körper trägt uns durchs Leben!

Dieser Körper ist Dein zuhause und er trägt Dich durchs Leben. Und deswegen braucht er auch Aufmerksamkeit, Zuwendung, Anerkennung, Liebe, Wertschätzung, Respekt und Fürsorge - und zwar zu allererst von Dir selbst!

Bekommt er von zu wenig von dieser Aufmerksamkeit, dann macht er sich bemerkbar - es zwickt und zwackt. Das ist ähnlich wie mit Kindern, die die ganze Zeit ohne Punkt und Komma "...Mama, Mama, Mama, Mama, Mama, Mama..." rufen oder die Beginnen irgendetwas zu tun, was uns ärgern könnte, damit wir auf sie reagieren. Sie sorgen dafür, dass sie wahrgenommen werden, um ein Bedürfnis erfüllt zu bekommen. Genauso ist es mit Deinem Körper, Geist und Deiner Seele.

Die meiste Zeit rauscht alles an uns vorbei. Wir rauschen durch das Leben - den Tag. Gerade als Mama sind wir oft im Stress. Wir sind nicht mehr im Kontakt mit uns selbst und unserer Umwelt. Das entfremdet uns von uns selbst, ist häufig der Grund für schlechte Stimmung, ein negatives Grundgefühl oder allgemeines Unwohlsein. In dem Moment, in dem wir wieder mit uns in Kontakt kommen, können wir unsere Bedürfnisse wahrnehmen. Empfindungen bekommen Raum zur Entfaltung. Heilung und Genesung kann stattfinden. Mehr dazu in Kürze in: "Gefühl wollen gelebt werden - Wie Du mit unangenehmen Gefühlen umgehen kannst!"

Ich danke Dir für Deine Aufmerksamkeit und Dein Vertrauen. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass Menschen meine Gedanken lesen. Ich freue mich wie immer über unseren Austausch. Teile gerne auch Deine Gedanken zu diesem Thema in meiner Facebook Gruppe "Herzsein" oder per Email an hallo@herzsein.de mit. Wie kommst Du mit Dir wieder in Kontakt? Was tust Du dafür?

Und abschließend noch ein Tipp - richte Deinen Körper auf. Dein Körper reagiert auf Deine Haltung und beeinflusst Deine Stimmung. Hängen Deine Schultern und ist der Rücken rund, dann interpretiert Dein Körper Traurigkeit, Unwohlsein oder Angst. Gehen Deine Mundwinkel nach oben und Deine Haltung ist aufrecht, dann bekommt das Gehirn ein Signal, dass Du fröhlich bist. Dieses Phänomen haben Wissenschaftler untersucht. Erschreckend dabei ist, dass wir auf unser Hand ständig mit eingerollten Schultern und krummen Rücken schauen, um zu lesen. Du befindest Dich also in einer "schlecht Stimmung" Haltung. Daher mein Tipp, achte auch auf Deine Haltung und richte Dein Körper immer mal wieder bewusst auf. Öffne Deinen Brustkorb, dass öffnet Deinen Herzraum.

Probiere es einfach mal aus. Du kannst auch einen Stift zwischen die Zähne nehmen und einige Minuten abwarten. Du wirst sehen - es gibt eine positive Veränderung.

Schreibe mir gerne in den Kommentarten in meiner Herzsein Gruppe bei Facebook, wie Du es schaffst im Alltag dieses Gespür für Dich selbst zu haben und die Gedanken mal pausieren zu lassen. Oder schreibe mir eine Email an hallo@herzsein.de.

Ich freue mich über Deine Erfahrungen, denn wir können alle miteinander und voneinander lernen. Ich freue mich, wenn ich mit meinem heutigen Beitrag wieder einen kleinen Unterschied machen konnte, damit Du ein Leben voller Liebe, Kreativität und Wohlbefinden im Einklang mit Deinen Herzenswünschen gestalten kannst.

Und nun meine 3 Tipps, was Du tun kannst, um mit Dir im Kontakt zu sein. Viel Spaß!

Alles Liebe
Deine Dana Hocke
Kreative Mentorin fürs Herz
3 Tipps, die Du tun kannst, um mit Dir in Kontakt zu sein!
  • Die Signale Deines Körpers bewusst wahrnehmen. Welche Sprache spricht mein Körper? Wo habe ich Blockaden und Schmerzpunkte? Frage Deinen Körper liebevoll, was er von Dir braucht? Frage gerne auch den Schmerzpunkt! Schließe die Augen und höre in Dich hinein. Ich bin mir sicher Du wirst eine Antwort bekommen.

  • Das Gedankenkarussell stoppen, in dem Du innerlich oder äußerlich laut "Stopp" sagst und einmal liebevoll auf Dich selbst schaust mit der Frage: Wie geht es mir gerade? Wo in meinem Körper fühle ich das? Welches Gefühl begleitet mich bei all dem was ich gerade tue? Du kannst zu jedem Zeitpunkt in Dich hinein spüren und Dir bewusst machen, was Dich gerade bewegt.

  • Deine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt lenken, um Deine Umgebung ebenso wie Dich selbst wahrzunehmen. Nimm ein paar tiefe Atmenzüge und dann schaue Dich um. Nimm Deine Umwelt wahr. Was siehst, riecht oder fühlst Du? Dann achte auf Deine Befindlichkeit. Was denkst, fühlst und siehst Du im Inneren? Welche Bilder tauchen in Dir auf? Welche Emotionen kommen hoch? Bewerte es nicht, nimm´es war und danke Dir für diesen Moment vollen Bewusstseins. Lass sie da sein was gesehen werden möchte und akzeptiere, was da ist. Gefühle wollen gelebt werden.


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